Jahrgangsbericht 2013

Der kühle und regenreiche Frühling hatte einen verspäteten Austrieb und eine langsame Entwicklung der Triebe zur Folge. Der Blühbeginn erfolgte heuer Anfang Juni, circa 8 Tage später als im langjährigen Durchschnitt. Aufgrund unseres schonenden Pflanzenschutzprogrammes mussten wir ständig auf der Hut sein, um Attacken von verschiedenen Pilzen abzuwehren. Dabei haben wir ein besonderes Augenmerk auf eine perfekte Laubarbeit gelegt, um die Trauben gesund bis zur Reife zu bringen.

Durch die optimalen Voraussetzungen während der Blüte konnten wir im Herbst auch mengenmäßig eine gute Ernte verzeichnen.

Die Sommermonate Juli und August waren geprägt durch eine anhaltende Schönwetterphase mit teils extrem hohen Temperaturen und geringen Niederschlägen. Die daraus folgende Trockenheit haben die Reben glücklicherweise gut überstanden.

Ende August setzt dann herbstliches Wetter ein. Klare Sonnentage und kalte Nächte mit gewaltigen Temperaturunterschieden von bis zu 20°C förderten die Aromenbildung der Traubenbeeren optimal, was besonders unseren Burgundersorten zugutegekommen ist.Ende September wurde das herbstliche Kaiserwetter durch sehr labile Witterung mit Kälteeinbrüchen und Niederschlag abgelöst.  Dank des sehr gesunden Traubenmaterials und der stabilen Säurewerte konnten wir trotzdem den optimalen Lesezeitpunkt abwarten und haben die verschieden Sorten in mehreren Selektionen spät wie nie geerntet. Erst Mitte Oktober haben wir die letzten Weißburgundertrauben gewimmt. Auch die Vernatschtrauben von unseren alten Reben profitierten sehr von dem anfänglichen schönen Herbstwetter, so konnten wir Ende Oktober wunderbar reife Trauben lesen. Unser letzter Erntegang, eine Gewürztraminer Spätlese erfolgte gleich anschließend.

Das Ergebnis dieser späten Lese sind sehr gehaltvolle, vollreife Trauben mit intensivem Geschmack, großer Fruchtintensität und komplexen Aromen.

Zusammenfassend kann man sagen, dass 2013 ein außerordentlich kühles und unstabiles Jahr war, das uns sehr viel Geduld, Fachkenntnis und Gespür abverlangt hat. Trotz widersprüchlicher Prognosen glauben wir, dass 2013 ein ausgezeichneter Jahrgang werden wird, aus dem Weine mit großer Komplexität, genügend Frische und enormer Langlebigkeit entstehen können.